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Testamentsvollstreckung – Wann ist die Anordnung einer Testamentsvollstreckung sinnvoll?

Häufig eingesetztes Mittel, um eine vom Gesetz abweichende Regelung oder Verteilung des Nachlasses zu ermöglichen ist das Testament oder der Abschluss eines Erbvertrages. Insbesondere das eigenhändige Testament birgt jedoch die Gefahr formaler Fehler. Wird die vorgeschriebene Form nicht beachtet, führt dies mitunter zur Unwirksamkeit.

Daneben sind bloße letztwillige Verfügungen im Testament zur Erreichung des Zieles des Erblassers, dass sein Wille wunschgemäß umgesetzt wird, häufig nicht empfehlenswert. Flankierend hierzu sollte die Anordnung einer Testamentsvollstreckung durch den Erblasser in seinem Testament oder einem Erbvertrag bspw. in folgenden Fällen erwogen werden:

Vereinfachung und Sicherstellung der Nachlassabwicklung

Auch die zunehmende Zahl von Patchwork-Familienstrukturen, die Versorgung minderjähriger oder behinderter Kinder, die Sicherstellung einer Unternehmensnachfolge oder einfach nur die Sorge um eine reibungslose Verteilung des Nachlasses unter den Erben lassen die Testamentsvollstreckung zunehmend in den Focus der modernen erbrechtlichen Gestaltungsmittel rücken.

Stiftung von Todes wegen

Mit einer Stiftung können die eigenen Ziele und Ideen unsterblich gemacht und das erworbene Vermögen über den Tod hinaus zur Förderung eines wichtigen individuellen Zweckes eingesetzt werden. Die Errichtung einer Stiftung von Todes wegen erfolgt durch Testament oder Erbvertrag. Als rechtsfähiges Gebilde entsteht sie allerdings erst mit ihrer Anerkennung durch die Stiftungsbehörde. Zur Sicherung der Stiftungserrichtung und zur Betreibung des Genehmigungsverfahrens empfiehlt sich die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers.

Sprechen Sie uns jederzeit gerne an, wenn Sie Fragen rund um die Anordnung einer Testamentsvollstreckung haben.


DATE: Mai 12, 2018
AUTHOR: admin
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