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Kindergeld 2016: Steuerliche Identifikationsnummer wird ab 01.01.2016 Pflicht

Auch im Jahr 2016 gibt es ein paar Änderungen. Neben der kleinen Erhöhung des Kindergeldes ist vor Allem die Einführung des „IdNr-Kontrollverfahren Kindergeld“ interessant. Hier hatte das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Familienkassen bereits mit Schreiben vom 05. Juni 2015 darüber informiert, dass dieses Verfahren ab dem 01.01.2016 für Familienkassen startet.

Was ist das IdNr-Kontrollverfahren Kindergeld?

kindergeld

StId-Nr wird zum Pflichtfeld im Kindergeldantrag

Dieses Verfahren macht die Mitteilung der steuerlichen Identifikationsnummer (IdNr) zur Anspruchsvoraussetzung auf das Kindergeld. Damit müssen Antragsteller auf das Kindergeld ihre steuerliche Identifikationsnummer beim Neuantrag ab 2016 zwingend mit angeben. Gleichzeitig muss auch die steuerliche Identifikationsnummer des Kindes mit angegeben werden.

Hierzu haben die Familienkassen ihre Antragsformulare entsprechend angepasst. In den vergangenen Versionen war nur ein ausfüllbares Feld für die ID-Nummern vorgemerkt. Bei den neuen Formularen, die bereits online sind, ist bereits vermerkt, dass die Angabe der steuerlichen Identifikations-nummern für den Antragsteller sowie das berechtigte Kind zwingend sind.

Mit der Einführung dieses Verfahrens will der Gesetzgeber sicherstellen, dass es zu keinen Doppelzahlungen von Kindergeld kommt, da die steuerliche Identifikationsnummer individuell und einmalig für jeden Bürger vergeben wird.

Keine ID-Nummer mitgeteilt – kein Kindergeld?

Ob Kindergeld mit oder ohne steuerliche ID-Nummer gezahlt wird, hängt ganz vom Status des Antragstellers ab.

Bestehende Kindergeldansprüche

Für „Bestandskunden“, die bereits vor dem Jahreswechsel 2015/ 2016 Kindergeld erhalten haben gilt, dass diese die Identifikationsnummer beim nächsten Kontakt mit der
Familienkasse (schriftlich!) mitteilen sollten. Es muss also nicht zwingend direkt am 01.01.2016 eine steuerliche ID-Nummer vorliegen – die Kindergeldzahlungen sind bei Nichtvorlage auch nicht gefährdet. Die Familienkassen werden es nicht beanstanden, wenn die Nummern im Laufe des Jahres gemeldet werden.

Bei aktuellen Anträgen (auch vor der Jahreswende) sollte schon darauf geachtet werden, dass die Steuer-ID für den antrag-stellenden Elternteil sowie das berechtigte Kind vermerkt wird. So wird es später nicht vergessen.

Wird die steuerliche Identifikationsnummer trotz „Übergangsfrist“ nicht bis Ende des Jahres 2016 an die Familienkassen übermittelt, droht die Streichung der Leistungen sowie die Rückzahlung des gesamten Kindergeldes für das Jahr 2016.

Bei Neuanträgen ab dem kommenden Jahr gilt, dass die steuerliche Identifikationsnummer zwingend auf dem Kindergeldantrag sowie auf der Anlage Kind vermerkt werden. Sollte die Nummer nicht genannt werden, verzögert sich die Auszahlung des Kindergeldes, da der Antrag nicht abschließend von der Familienkasse bearbeitet wird.

Für Neugeborene gilt, dass diese erst eine steuerliche Identifikationsnummer erhalten, wenn diese beim Einwohner-meldeamt in der elterlichen Wohnung gemeldet sind. Um hier keine Verzögerung bei der Auszahlung des Kindergeldes herbeizuführen, sollte die Meldung umgehend nach Vorliegen der Geburtsurkunde erledigt werden – erst dann nach Erhalt der ID-Nummer der Kindergeld Antrag gestellt werden.


DATE: Dez 27, 2015
AUTHOR: admin
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