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Erstmalige Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers

Die zeitweilige Tätigkeit im Home-Office zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus führt nach den Grundsätzen der bisherigen BFH-Rechtsprechung nicht zur zwingenden Berücksichtigung der Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer.

Die Anerkennung der Aufwendungen setzt nämlich voraus, dass das Arbeitszimmer ausschließlich oder nahezu ausschließlich zu betrieblichen oder beruflichen Zwecken genutzt wird. Ein Zimmer, welches zwar büromäßig eingerichtet sei, das aber in nennenswertem Umfang neben der Verrichtung von Büroarbeiten auch anderen Zwecken dient, z.B. als Spiel, Gäste- oder Bügelzimmer, ist nach der Auffassung des BFH bereits nach dem allgemeinen Wortverständnis kein Arbeitszimmer (vgl. BFH-Beschluss v. 27.7.2015 – GrS 1/14, BStBl 2016 II S. 265). Ein davon abweichendes Ergebnis könnte nur im Wege einer Billigkeitsmaßnahme erreicht werden.


DATE: Apr 9, 2020
AUTHOR: admin
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